Anschlussunterbringungsmöglichkeit für ehemalige Prostituierte

2. Oktober 2019  

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner,

für die nächste Sitzung des Gemeinderates stellen die Unterzeichner gem. § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Gemeinderates der Stadt Heidelberg den Antrag, folgenden Tagesordnungspunkt aufzunehmen:

Anschlussunterbringungsmöglichkeit für ehemalige Prostituierte

  1. Diskussion und Aussprache
  2. Anträge

 Die Antragssteller bitten um Prüfung der Möglichkeiten für ehemalige Prostituierte in einer Anschlussunterbringung unterzukommen.

Begründung:

Die Beratungsstelle für die Prostituierten in Heidelberg hilft nicht nur bei Behörden-, Arztgängen und bei akuten Problemen, sondern bietet den Frauen auch eine aktive Ausstiegsbegleitung an.

Doch gerade hier sehen wir die Problematik einer fehlenden und angemessenen Unterbringung der vielmals noch sehr jungen Frauen, die kaum der deutschen Sprache mächtig sind. Diese Frauen benötigen eine zu Beginn gute und professionelle Betreuung durch ein geschultes Personal.

Die Unterbringung in solch einer Einrichtung soll den Frauen die Möglichkeit geben sich an ein normales Leben zu gewöhnen. Hier kann den Frauen schnell und zielorientiert geholfen werden sich in die Gesellschaft zu integrieren, beispielsweise durch gemeinsame Unternehmungen und Sprachkurse, so dass dann auch die weiteren Schritte in ein normales Leben erleichtert werden und

so eine dauerhafte Ausgrenzung vermieden werden kann.

Wir müssen uns diesem Problem annehmen und dafür Sorge tragen, dass diesen Frauen auf eine christliche Art und Weise geholfen wird. Nur mit aktiver Hilfe können wir auf Dauer diesem Problem entgegentreten.

Die notwendigen Unterschriften sind beigefügt bzw. werden noch nachgereicht. 

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