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Eine Vision für Integration: Zuhören-Mitnehmen-Gestalten

  • 27.04.2016
  • geschrieben von 

Gemeinderat wurde ich, um eine moderne Integrations- und Inklusionspolitik für Heidelberg voranzubringen.

Diese Woche haben mich am meisten die drei Kinder zwischen 0 und 8 Jahre beeindruckt, die ab 17 Uhr mehrere Stunden an der Sitzung des AMR teilnahmen. Warum waren sie da und was wollten sie uns damit sagen?

Mit ihrem Einsatz wollten sie uns erzählen, dass ihre Eltern als Migranten keine unterstützenden Strukturen in Heidelberg haben, wo ihre Kinder während einer AMR-Sitzung betreut werden können. Sie haben damit auch erzählt, wie ernst ihre Eltern das Ehrenamt als AMR-Mitglied nehmen.

Wie passt diese „Kindersitzung “ zusammen mit der pauschalen Kritik der Verwaltung , dass die AMR-Mitglieder zu selten an Sitzungen teilnehmen? Gar nicht. Spätestens wenn wir Kinder zur Teilnahme an Sitzungen „zwingen“, sollten wir nach den Ursachen fragen und angemessene Lösungen suchen. Wir sollten uns fragen, ob und warum es Besonderheiten bei bestimmten Bevölkerungsgruppen gibt und wie wir sie lösen können.

Die Beschlussvorlage „Zur Zukunft des AMR“ beschreibt nur die „Vergangenheit“ des AMR, nämlich die sinkende Wahlbeteiligung seit 1990 und die abnehmende Teilnahme an Sitzungen. Das ist zu einfach. Sie beschreibt nicht, was wir wollen und was unser Heidelberger Anspruch an Integration ist. Sie bietet keine Vision von Integration an.

Meine Vorstellung von Integration und Inklusion stellt das Potenzial von Menschen in den Vordergrund. Sie malt auch ein Bild von einer offenen, bunten Stadt, in der die Menschen sich mit ihren Fähigkeiten so beteiligen können, dass wir friedlich und zufrieden miteinander leben können.

Die Methode dazu heißt: zuhören, mitnehmen, entscheiden, gemeinsam gestalten. Durch diese Vorgehensweise erklären wir den Bürger/innen, dass sie und ihre Ideen erwünscht sind und wir an ihre Stärke glauben und dass es um unser gemeinsames Heidelberg geht.

Die Vorlage aber verlangte in der ersten Version nur: entscheiden, dann gestalten. Kein zuhören oder mitnehmen, wenn überhaupt, dann später.

Dagegen hat der AMR die richtigen Fragen gestellt und sich einstimmig für den richtigen Weg entschieden.

Warum ändert der Gemeinderat die AMR-Satzung seit 25 Jahren ständig? Weil die jeweilige vorhergehende Änderung schlecht war. Das ist ineffizient und sollte nicht mehr passieren.

Worum geht es uns: Wie wollen wir die Migranten am Heidelberger Leben und Politik beteiligen? Wie wollen wir die Werte der Demokratie bei Zuwanderern verankern? Warum gehen sie nicht zur Wahl? Warum funktioniert die jetzige Heidelberger Form der Berufung (noch) nicht? Welche Form der Beteiligung wünschen sich Zuwanderer und bei welcher machen mit? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, hat der Gemeinderat eine gute Grundlage für eine nachhaltige Entscheidung.

Die CDU-Fraktion will eine moderne Integrationspolitik, die fordert und fördert. Unter dem Motto: zuhören, mitnehmen, entscheiden und gemeinsam gestalten. Im Dialog und gemeinsam werden wir den richtigen Weg finden.

Ihr Stadtrat Waseem Butt

 

Gelesen 2445 mal Letzte Änderung am 27.04.2016

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