Jahrhundertprojekt

Die CDU-Gemeinderatsfraktion hatte die Möglichkeit, sich über den Stand der Entwicklung des Patrick-Henry-Villages durch die Internationale Bauausstellung (IBA), genau und detailliert am Modell in den Räumlichkeiten der IBA zu informieren. Der geschäftsführende Direktor der IBA, Professor Braum, ermöglichte den Besuch dort im Derzernat 16, dem Zentrum für Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft in Heidelberg. An einem großen Modell der Planung und zukünftigen Bebauung des Geländes und heutigen Ankunftszentrum erläuterte Prof. Braum den Stand der Entwicklung und wie der zukünftige Stadtteil aussehen könnte. Die Chance eines solchen Projektes und der Verwirklichung zukunftsorientierter Entwicklungen gibt es nicht oft und die Chance, die Heidelberg dadurch bekommt, darf nicht leichtfertig vertan werden, denn wenn das Ankunftszentrum bleibt, ist die PHVision nicht zu realisieren. In Europa wäre die Umsetzung der PHVision ein absolutes Vorzeigeprojekt und würde darstellen, wie aus einer bestehenden und bebauten Fläche mit verwendbaren Strukturen ein Stadtteil der Zukunft entstehen kann. Die Verknüpfung zwischen Wohnen und Arbeiten kommt zum Tragen, wie es auch schon vergleichbar in der Heidelberger Altstadt vorzufinden ist. Die neueste Technologie zu verbauen und die Planung so zu gestalten, dass gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum, aber auch Raum für gehobeneres Wohnen entsteht, ist einmalig. Auch spielt in der Planung und Umsetzung der Vision die Natürlichkeit eine wichtige Rolle. Im inneren Ring des neu gestalteten Patrick-Henry-Villages soll ein grünes Herz entstehen mit vielen Grünflächen und angrenzend daran einer weiter gefächerten Bebauung. Im äußeren Ring findet man dagegen dann eine dichtere Bebauung vor. Die Lage des Patrick-Henry-Villages ist ein großer Vorteil, denn die Anbindung an die Autobahn ist direkt gegeben und nach Heidelberg, wie auch nach Schwetzingen, ist eine Anbindung vorhanden, sodass hier weniger investiert werden muss. Man darf nicht vergessen, dass Heidelberg seit 2015 Verantwortung übernimmt und Land und Bund beim Bewältigen der Migrationskrise unterstützt. Als wachsende und attraktive Stadt benötigt Heidelberg die gesamten PHV-Flächen in den nächsten Jahren zur Stadtentwicklung. Die Weiterentwicklung und Vergrößerung der Stadt muss durch die endgültige Lösung der Standortfrage für das Ankunftszentrum zeitnah geklärt werden, denn die Ausschreibungen zur Umsetzung der Pläne werden jetzt getätigt, auch wenn ein Baubeginn erst 2020 zu realisieren ist.

Ihr Stadtrat
Otto Wickenhäuser

Gelesen 444 mal Letzte Änderung am 28.03.2019

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