Traum und Realität

Einfach traumhaft waren das Wetter und die Stimmung beim 46. Heidelberger Herbst. Das bunte Programm und die angenehme Atmosphäre lockten wieder Tausende aus nah und fern an. Ich finde, der verkaufsoffene Sonntag inklusive Familienprogramm hat den „Herbst“ noch attraktiver gemacht und wir sollten ihn fest ins Programm aufnehmen. Über die Ausweitung unseres Stadtfestes auf Bergheim habe ich unterschiedliche Meinungen gehört. Was denken Sie? Schreiben Sie mir gerne. Ins Träumen kann man beim musikalischen Angebot in Heidelberg kommen: am Mittwoch feierte unser neuer GMD Elias Grandy mit den Heidelberger Philharmonikern ein furioses Debüt. Mit Werken von Brahms und Schostakowitsch wurde die neue Spielzeit kraftvoll eröffnet. Am Freitag startete das Enjoy Jazz Festival mit einem Höhepunkt in die 17. Auflage: in der Stadthalle begeisterte der 76-jährige Hugh Masekela das überraschend junge Publikum. Die südafrikanische Jazz-Legende erinnerte an den Kampf gegen die Apartheid und gedachte mit seinem Nelson Mandela gewidmeten Protest-Song „Bring Him Back Home“ der Freilassung Mandelas vor 25 Jahren. Ein bewegendes Konzert für die Freiheit und eine emotionale Einstimmung auf unseren 25. Tag der Deutschen Einheit. „Ein Traum ist wahr geworden!“ Mit diesem Satz beschrieb Dr. Heiner Geißler am Samstag auf dem vollen Kornmarkt das Glücksgefühl der deutschen Wiedervereinigung und die zur Realität gewordene Deutsche Einheit. Beim Bürgerfest der CDU hatten Kreisvorsitzender Alexander Föhr und die Redner OB Dr. Eckart Würzner, Stadträtin Dr. Nicole Marmé, Till Nierhoff (mein Nachfolger als JU-Vorsitzender) und Dr. Karl A. Lamers MdB zuvor schon die Leistung der Menschen in der ehemaligen DDR gewürdigt, die mit der friedlichen Revolution die Mauer zum Einsturz brachten. Geißler betonte die Ideen der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und zog Parallelen zu heute: „Wir leben in einer bewegten Zeit. Die Welt ist im Umbruch.“ Er lobte die Kanzlerin, die auch am Wochenende betont hat: „Wer Schutz brauche, bekomme ihn in Deutschland auch. Und wer ihn nicht benötige, müsse das Land wieder verlassen.“ Diese Haltung begründete Geißler mit dem christlichen Menschenbild und erinnerte an die Botschaft des Evangeliums. „Wir brauchen Nächstenliebe. Ich, Sie, wir alle sind die Nächsten für die Menschen in Not“, rief Geißler den vielen Zuhörern zu und stellte klar: „Wir konzentrieren uns auf die Hilfe für die Menschen, die in Not sind!“ Zum Schluss seiner engagierten Rede fragte Geißler: „Wir müssen Politik ethisch begründen. Welche Partei wäre denn dazu am ehesten und besten aufgerufen, auch so zu handeln, wenn nicht die CDU?“ Ich wünsche Ihnen einen goldenen Oktober. Ihr Stadtrat Matthias Kutsch
Gelesen 2909 mal Letzte Änderung am 07.10.2015

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